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Chemie-Ingenieur. Passionierter Koch-Dilettant. Mediterrane Küche, Molekulargastronomie.

CH-2953 Château de Pleujouse

Wenn nach 2 Tagen harter Arbeit im Garten der Kühlschrankinhalt am Sonntag vor Saint Valentin an Schwindsucht leidet, der Supermarkt in Bassecourt geschlossen ist, der eigene Garten ausser Feldsalat noch nichts liefert, ja, dann überlassen wir das Kochen gerne wieder einmal dem Schlossherrn im nahen Jura-Schlösschen Pleujouse.

Hoch über den Caquerellepass (830 m.) via La Malcôte hinunter in das kleine Dörfchen, das sich am Eingang des engen Talkessels nach der Baroche hin öffnet, einem Teil der Ajoie (dt. Elsgau). Im Dorf (das sich dt. Blitzhausen nannte) wohnen keine 100 Einwohner mehr.

Auf einem felsigen Gebirgsvorsprung hoch über dem gleichnamigen Dorf steht die um 1100 erbaute Burg der Herren von Pleujouse und dominiert die Umgebung. Die Familie gehörte zu den Edelfreien und besass mehrere Güter in der Ajoie. Ab dem 13. Jhdt. gehörte die Burg den Fürstbischöfen von Basel, die sie -in steter Geldnot- den Herren von Pleujouse, nach dem Aussterben des Geschlechts an weitere Adlige verliehen bzw. verpfändeten.  1444, im Verlauf des Konflikts zwischen Basel und dem oberrheinischen, habsburgischen Adel, wurde die Burg von den Eidgenossen abgebrannt. Die Burg wurde durch die damaligen Lehensmänner, die Grafen von Ortenburg wieder aufgebaut und blieb bis 1792 in der Herrschaft Ajoie des Fürstbistums Basel.

1792-1813 gehörte das Territorium der Freiberge zu den französischen Departementen Mont-Terrible bzw. Haut-Rhin. Das Schloss Pleujouse wurde als französisches Nationaleigentum verscherbelt. Seit dem Wiener Kongress 1815 gehörten die Freiberge bis1978 zum Kanton Bern, ab 1979 zum Kanton Jura.

Der Rundturm stammt aus dem 13. Jahrhundert, das mächtige Wohnhaus, das heutige Schloss, aus dem 16. Jahrhundert.

1924 kam das heruntergekommene Schloss in den Besitz der Association des Amis du Château de Pleujouse. Der Verein renovierte und gestaltete es mehrmals um. 1980 fiel das Schloss erneut einem Brand zum Opfer, wurde 1988 als Gasthaus wieder hergestellt. Lange Zeit stand es leer, wer will schon in einem derart abgelegenen Gasthaus wirten? Seit 2002 wird das Haus vom Ehepaar Catherine und Gérard Praud geführt, beides erfahrene Gourmetköche, sie einheimisch, er Bretone. Trotz der einsamen Lage, weitab von den Heerstrassen des Tourismus, sind die beiden mit ungebrochenem Enthusiasmus am Kochen. 

Hier der dritte Gang des Valentinsmenus:

La gourmande turbotin, poularde de Bresse, truffe noire en osmose. Le parfum suave du basilic, baies de Pondichéry

Am hinteren Ende des Tälchens liegt das Dörfchen Asuel (dt. Hasenburg), Ein Strassendorf mit rund 200 Einwohnern, einer Sägerei, einer Wirtschaft und einer Kirche aus dem Jaher 1839 mit dem typischem Burgunderhut.

Hoch über dem Dorf wiederum eine verfallene Burg. Die Burg war mit andern Familiengütern vom letzten Hasenburger (1479) gegen eine Leibrente an den Bischof von Basel gekommen, der schon früher Herrschaftsrechte innehatte. Der Bischof liess die Burg allmählich zerfallen; im 16. Jahrhundert wurde sie verlassen und diente den Bauern fortan als Steinbruch.

Viel zu sehen gibt es von der Burg nicht mehr. Besser erhalten als die Burg ist der zu Füssen der Ruine angelegte Weltkriegsbunker aus Beton. Aber auch der bröckelt, und das nach erst 80 Jahren.

Und ich bin wieder einmal völlig am Thema „Valentinstagmenu“ vorbei geschrammt.

Triangoli a righe mit Petersilienwurzel, Lauch

Ein dunkler, langer und kalter Winter im Jura. Das Lagergemüse wird in den Läden knapp. Die ersten Januar-Erdbeeren streiten sich derweil mit dem Wintergemüse um die Gunst der Konsumenten. Sieger werden wahrscheinlich die Erdbeeren, sie bestehen jeden Vergleich mit Kohlrabi. Lassen wir sie streiten und greifen zu Wurzelpetersilie, füllen sie mit feinster Ricotta in frühlingshaft gestreifte, frische Ravioli.

Pastateig hell:
150 g Weissmehl, Type 00
50 g Hartweizendunst (Semola di grano duro, rimacinata)
1 ganzes Ei
2 Eigelb
1 EL Olivenöl

Pastateig grün:
100 g Bio-Spinat, daraus das Chlorophyll als Spinatmatte extrahiert
200 g Hartweizendunst (Semola di grano duro, rimacinata)
1 ganzes Ei
1 Eigelb
1 EL Olivenöl

Raviolifüllung:
350 g Bio-Ricotta
1 Schalotte
80 g Petersilienwurzel, fein gewürfelt
40 g Parmesan, frisch gemahlen
Salz, weisser Pfeffer

Lauch:
1 Stange Lauch, längs halbiert, in feine Streifen geschnitten, grün und hell getrennt
3 EL Sherry
70 g Saurer Rahm
Salz, weisser Pfeffer

(1) Die Zutaten zum hellen Pastateig in der Küchenmaschine zu einem Teig kneten. In einen Vakuumbeutel vakuumieren und bis zum Verbrauch (innert 3 Tagen) kühl lagern.
(2) Spinat mit kaltem Wasser überdecken und in einem Standmixer zu einer Spinatsuppe mixen. Die Suppe in einem Topf auf ca. 90°C erhitzen, das sich zusammenballende Chlorophyll mit einem Teesieb abschöpfen und sehr gut abtropfen lassen.
(3) Die Zutaten zum grünen Pastateig in der Küchenmaschine zu einem Teig kneten. In einen Vakuumbeutel vakuumieren und bis zum Verbrauch (innert 3 Tagen) kühl lagern.

Raviolifüllung:
(4) Peterliwurzelwürfel mit der gehackten Schalotte in wenig Butter anbraten. Abkühlen lassen. Mit der Ricotta und dem Parmesan mischen und abschmecken

Ravioli:
(5) Die beiden Teige portionsweise zu 30 cm langen Bahnen (2 mm dick) auswalzen. Grüne Teigbahn in Streifen schneiden und auf eine helle Bahn zu einem Streifenmuster drücken.
(6) Die gemusterte Bahn weiter auswalzen bis sie weniger als 1 mm dick ist.
(7) Bahn in ca. 6-7 cm grosse Rechtecke schneiden. Auf des Rechteck einen TL der Füllung geben und zu einem dreieckigen Ravioli formen.
(8) vor Verwendung ca. 4 Minuten in siedendes Salzwasser geben und darin ziehen lassen.

Lauch:
(9) Grüne Lauchstreifen 3 Minuten bei 120°C im Dampfgarer garen. Beiseitestellen.
(10) Weisse Lauchstreifen in wenig Olivenöl kurz dünsten, Sherry zugeben und etwas einkochen. Mit Rahm verrühren und abschmecken. Grüne Lauchstreifen unterrühren. und abschmecken.

Anrichten:
(11) Ravioli in wenig geschmolzener Salzbutter schwenken und auf oder neben dem Lauchbett anrichten.


Kichererbsen-Tempeh-Sticks mit Black Garlic Aïoli und Karotten-Linsen

Die sticks sind eine vegane Zubereitung aus Tempeh und Kichererbsen. Vor einiger Zeit bei Micha gesehen (Quelle Veganista), gegessen und für sehr gut befunden. Nun ja, vegane Würstchen braucht kein Mensch. Damit retten wir weder das Weltklima noch verbessern wir das Tierwohl. Zudem an Gemüsegerichten kein Mangel besteht. Wenn ich unbedingt Wurst will -selten genug-, esse ich eine echte Wurst. Dass diese Tempeh-Sticks aussehen wie Würstchen, ist der einfacheren Herstellung zuzuschreiben; Würfel zu formen, wäre entschieden aufwändiger. Das Rezept habe ich, wie meist, leicht verändert und an meine Vorräte adaptiert.

Zutaten und Zubereitung

Kichererbsen-Tempeh-Sticks

200 g Bio-Tempeh
125 g Sonnenblumenkerne (L.: halb halb Sonnenblumenkerne und Cashewnüsse)
1/2 TL Peperoncino, getrocknet und gemahlen
1/2-1 TL Harissapaste
1/2 TL Kreuzkümmel, zerdrückt
2 TL Schwarzkümmelsamen, ganz
2 TL Pimenton de la vera, gemahlen
100 g Kichererbsenmehl
60 g Pflanzenmilch (L.: Sojamilch)
4 EL Sojasauce (L.: Tamari)
2-3 EL Randensaft (der Farbe wegen)
1 EL Olivenöl
2 TL Majoran, getrocknet, gerebelt
1 TL Bergbohnenkraut, getrocknet, gerebelt
Salz, Pfeffer

(1) Für die Sticks Kerne und Nüsse in einer Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze goldbraun anrösten. Tempeh grob zerbröseln. Die abgekühlten Kerne, Tempeh mit den Kräutern und Gewürzen in der Küchenmaschine oder dem Cutter mit der Pulse-Taste zu einer groben Masse verarbeiten. Oder mit einem scharfen Messer hacken.
(2) Masse in eine Schüssel geben, Kichererbsenmehl, Sojasauce, Pflanzenmilch, Randensaft und Olivenöl dazugeben und alles gut mischen. Mit den Händen zu einem klebrigen, homogenen Teig kneten.
(3) Vom Teig 50 g abstechen und mittig auf ein Stück Frischhaltefolie (25 cm lang) legen. Mit feuchten Händen auf einer flachen Unterlage zu einer 7 cm langen Rolle formen. Die Folie wie ein Bonbon fest einrollen und an den Enden verzwirbeln, sodass ein runder, würstchenartiger Stick entsteht. Die sticks in einem Topf mit Dämpfeinsatz zugedeckt oder im Dampfgarer 30 Min. über Wasserdampf bei 100°C garen, abkühlen lassen und aus der Folie wickeln.
(4) Kurz vor dem Servieren 1 EL Öl und eine Flocke Butter in einer Pfanne erhitzen und die Sticks darin rundherum 3 – 4 Min. bei mittlerer Hitze anbraten.

Der Hund frissts mit Begeisterung, weshalb ich mir den Nachkocherfolg stolz an meine Fahne hefte.

Black Garlic Aïoli

Rezeptidee nach Andreas Caminada.

Eine ganze Faust fermentierter, schwarzer Knoblauch, die schwarzen Zehen aus der Haut befreit
20 g Eigelb
10 g Essig
10 g Sojasauce
4 g Salz
3 Tropfen Tabasco
schwarzer Pfeffer
1 dl Sonnenblumenöl
ca. 50 ml Olivenöl

(5) Black Garlic möglichst klein hacken, in einem Mixbecher im Essig und der Sojasauce kurz einweichen (sonst benimmt er sich wie Lakritz-Gummibärchen). Restliche Zutaten – ausser dem Öl – dazugeben und kurz anmixen. 
(6) Bei laufendem Mixstab erst das Sonnenblumenöl in einem Strahl langsam einfliessen lassen, danach dasselbe mit Olivenöl bis zur gewünschten Konsistenz. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wem der normale Knoblauchgeschmack fehlt, mixt noch eine frische Zehe hinzu.

Karotten-Linsen

80 g Berglinsen
80 g Karotten, in kleine Späne geschnitten
1/4 Chilischote, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
1 kleine Schalotte, gehackt
1 Lorbeerblatt
3 EL Tomatenpassata
Salz, schwarzer Pfeffer

(7) Linsen auf einem Sieb unter fliessendem Wasser waschen. Chili, Knoblauch, Schalotten und Karotten mit dem Lorbeerblatt in 3 EL Olivenöl andünsten. Tomatenpassata und Linsen dazu und alles mit Wasser überdecken. Ca. 20 Minuten leise köcheln, bis die Flüssigkeit eingedampft ist.

Eine Sauce ist dazu unbedingt erforderlich, ohne schmecken die sticks etwas trocken. Ebenso passend wie die schwarze Knoblauch Mayo ist ein guter Kalbsbratenjus, natürlich nicht vegan, aber wir Flexitarier essen ja alles. Hier mit Schwarwurzel-Karottengemüse und Linsen. Daran werde ich weiter arbeiten, die nächste Packung Tempeh liegt im Kühlschrank: Geplant ist eine Version mit Curry und etwas mehr Olivenöl.

Kartoffel-Kürbis-Spinat-Gratin

Was kann der Kürbis denn dafür, dass er so gelb ist?
Was kann der Kürbis denn dafür, dass man ihn liebt?
Die Leute tun, als ob die Farbe ein Vergeh’n ist
Man soll doch froh sein, dass es im Winter etwas Gelbes gibt…

Gewiss, den Kürbis trifft keine Schuld. Seit Wochen steht er in unserer Küche, wartet geduldig darauf, dass sich jemand seiner erbarme, um spätestens vor Ostern notfallmässig als Suppe oder Püree geschlachtet zu werden. Der Jemand bin ich, weil ich meinem Versprechen, alljährlich einen Pflichtkürbis zu verwerten, seit geraumer Zeit nicht mehr nachgekommen bin. Inspiriert, soweit man durch ein Kürbisrezept inspiriert werden kann, wurde ich durch ein Rezept in swissmilk, das ich mit Ingwer, Kardamom, Kartoffeln und Musik für Kürbisverächter bekömmlicher angerichtet habe.

Zutaten und Zubereitung

4 Portionen
Gratinform von 23 x 23 cm

für die Spinatfüllung:
1 Zwiebel, gewürfelt
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 EL Olivenöl
400 g frischer Blattspinat oder entsprechende Menge TK-Spinat
Salz
Pfeffer
Kardamomsamen aus 2-3 Hülsen, fein zerrieben

(1) Zwiebel und Knoblauch in Öl andünsten. Spinat und 2-3 EL Wasser zugeben. Bei mittlerer Hitze 10 Minuten mit Deckel zusammenfallen lassen. Ohne Deckel weitere 5-10 Minuten dünsten, bis alle Flüssigkeit verdampft ist. Mit Salz, Pfeffer und Kardamom würzen. Beiseitestellen.

für den Guss:
ca. 1 dl Milch
0.5 dl Halbrahm
3 grosse EL Sauerrahm
50 g milder Reibkäse (3-jähriger Val Poschiavo)
200 g Ricotta
1 Ei
½ Zitrone, abgeriebene Schale
2 cm Ingwer, frisch gerieben
1/2 Bund Salbei, gehackt
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

(2) Alle Zutaten mischen und gut verrühren. Mit Salz, Pfeffer, Ingwer und Muskatnuss abschmecken.


für den Gratin:
500 g Kürbis, in Scheiben (3-5 mm)
100-200 g Kartoffeln (rote Emmalie)
50 g Ricotta
40 g milder Reibkäse (3-jähriger Val Poschiavo)
1/2 Bund Salbei, gehackt

(3) Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen (Heissluft/Umluft 200°C).
Gratin schichten: Abwechselnd Kürbis (2-3x), Sauce (2-3x), Kartoffeln und Spinat (2x) in die Form schichten. Zuoberst mit Ricotta, Reibkäse und Salbei bestreuen.
(4) In der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 35 Minuten backen.

Quelle für meine Küchenlyrik

CH-7530 Im Nationalpark

Auch das eine Remineszenz an unsere Herbstferien im Engadin. Die schöne Wanderung im Nationalpark. Von der Ofenpasshöhe aus um den Il Jalet, via Fop da Buffalora südlich am Munt Chavagl und Munt la Schera vorbei mit dem berühmten Ausblick auf den Lago di Livigno und durch Arvenwälder zum Parkplatz Il Fuorn. Happige Wanderung. Am Anfang Nebel. Die Sonne hinter dem Piz Daint versteckt. 0 Grad.

Nach einem Kilometer Ratlosigkeit. Links oder rechts am Il Jalet vorbei? Linksherum grässliche Abgründe. Entlang aufsteigender Felswände. Nichts für mich Schwindelhaften. Also rechts herum. Kräftiger Anstieg. Alles gefroren.

Nach Anstieg im kalten Schatten des Il Jalet stehen wir plötzlich über dem Nebel. Wunderschön. Wenn nicht der exponierte, steile Abstieg gewesen wäre. Frau H. voraus. Ich mit zittrigen Knien mehr oder minder mutig (nur nie nach unten schauen) hintendrein.

Und es ging. Wieder auf sicherem Weg hinunter zur Schlucht im Val Murtaröl.

Il Jalet, 2389 m ü.M. rechts der Bildmitte. Mitten durch schröckliche Felszacken und Geröllhalden führte der Trampelweg in die Tiefe. Im Vordergrund die Alpe Buffalora.

Auf den Munt La Schera mochten die Beine nicht mehr. Der Ausblick ist aber auch von der Direttissima schön.

Die Schrecknisse der wilden Berge waren bei einem guten Abendessen im Restaurant Stüva Colani unter Chef Paolo Casanova rasch vergessen. Hier nur ein Beispiel aus dem Menu. Der Chef kann seine Weiterbildung bei Massimo Bottura nicht verleugnen:

Salmerino

Seesaibling auf Tannennadeln gegart, Stangenpfeffer, Chimichurri der Lärche, Haselnüsse, „Guter Heinrich“ Spinatspitzen, fermentierte Himbeeren, violette Kartoffeln aus Madulain und fermentierter Bio Radieschen Salat.

CH-7442 Val di Campo

8 Jahre ist mein letzter Beitrag unter dem Schlagwort „Grenzland“ her. Seither hat sich so vieles geändert. Doch meine Sehnsucht nach Ferien im Engadin hat sich unverändert gehalten. Heuer war es wieder soweit: 5 Tage in einem guten Hotel: In Lain. Mit Frau H.. Das tat gut. Sehr gut. Liegt aber bereits wieder 3 Monate zurück.

Ich plante eine leichte Bergwanderung in eines der schönsten Alpentäler der Schweiz, einem Seitental des Puschlav auf der Südseite des Berninapasses, das auf drei Seiten von Italien umgeben ist. 

In Sfazù, 1623 m ü.M., wollte ich den kleinen Postbus besteigen, der uns auf 2065 m ü.M. hätte bringen sollen. Doch ohne Platzreservierung ging bei schönem Herbstwetter nichts. Wir waren etwas spät dran, ich fuhr im Stil von Michael Schuhmacher mit Mäxle III über die Bernina, doch war nichts mehr zu machen. Postbüsli „completo“. 2 Stunden zusätzlicher Fussmarsch, bergauf. Wohlan, mit den auf dem Geröll der Calanques trainierten Beinmuskeln ist das machbar. Nach steilem Anstieg öffnet sich der wundervolle Ausblick auf Biancograt, Piz Palü, Bellavista und den einzigen 4000er der Ostalpen: Piz Bernina.

Friedliche Eselweide. Nur Fressen, nicht Laufen.

Auf 1943 m ü. M. der erste der Val da Campo Seen.

Der noch junge Fluss Poschiavino bei Poz da Rugial.

Lärchenhain bei Saoseo.

Und endlich, der schönste der Val da Camp-Seen: Lagh da Saoseo, 2029 m ü.M.

Baum Friedhof im Saoseo-See.

Unweit davon der kleine Lagh da Scispadus.

Am Rücken eines starken Partners lässt sichs gut anlehnen.

Lagh da Val Viola. 2160 m ü.M. Meine Begleiterin gönnt sich den Blick auf die Alpen durch den Feldstecher.

während ich als Gipfelstürmi (nicht zu verwechseln mit Gipfelstürmer) den letzten Meter, notabene 2162 m ü.M., erklimme.

Zurück rechts des Bächleins auf die Alpe Campo, wo wir mit müden Knochen den letzten freien Sitzplatz im Postbüsli ergatterten.

Pitta di Patate Salentina

Zum Abschluss der Pilzsaison 2021 lud die Société Mycologique d’Ajoie zu einem kleinen, hausgemachten Buffet. Viel Fleisch, vor allem Fleisch, wenig Pilze. Frau H. hielt sich ans Vegetarische und brachte mir Abwesendem ein kleines Stück einer vegetarischen Kartoffeltorte mit nach Hause, von der italienischstämmigen Ehefrau eines Pilzfreundes gebacken. Aus der Kostprobe ergaben sich die Hauptzutaten klar. Im Internet wurde ich fündig: ein gedeckter Kartoffelkuchen (Kartoffelpitta) aus dem Salento in Apulien. In der klassischen Form ein schmackhaftes Gericht mit einer Füllung aus Zwiebel und Tomaten. In unterschiedlichen Varianten auch mit Oliven und Kapern, oder Schinken und Käse, am Meer sogar mit Sardellen oder Thunfischen. Der Kuchen kann sowohl als Hauptgericht wie als Beilage, heiß oder kalt, auf Tellern oder zum Picknick serviert werden.

Zutaten und Zubereitung

Kuchenteig:
500 g Kartoffeln (L.: Halb Fläckler, mehlig kochend, halb Andengold)
50 g Panierbrösel
1 ganzes Ei, nach Bedarf noch ein Eigelb
2 EL Olivenöl
80 g Pecorino gerieben (L.: Puschlaver Hartkäse oder Parmesan)
1 TL Salz
schwarzer Pfeffer

Füllung:
2-3 Zwiebeln (200 g)
1 kleine Dose Datterinitomaten
ca. 12 Oliven, gehackt
2 EL Salzkapern, gewässert (L.: selbst gemachte Bärlauchkapern aus Bärlauchtfrüchten)
Fenchelsamen
Salz
schwarzer Pfeffer

(1) Kartoffeln 20 Minuten bei 105°C im Dampfgarer dämpfen, schälen und pürieren. Ei(er), den grösseren Teil der Panierbrösel, Käse, Olivenöl und Gewürze in das warme Püree geben und zu einem weichen, etwas klebrigen Teig verarbeiten.
(2) Teig halbieren und und die beiden Hälften auf den restlichen Brotbröseln mit nassen Händen zu flachen Platten auseinander drücken.
Eine kleine, rechteckige Gratinform einölen, mit Semmelbröseln bestreuen. Die eine Teigplatte in die Form drücken und glätten.
(3) Ofen auf 200°C UL vorheizen.
(4) Zwiebeln streifig schneiden und in wenig Olivenöl farblos andünsten. Tomaten samt Jus zugeben und etwas einkochen. Oliven und Kapern untermischen, würzen und in der Gratinform verteilen.
(5) Zweite Teigplatte auflegen und flachdrücken. Mit Panierbröseln bestreuen und mit Olivenöl beträufeln.
(6) ca. 30 Minuten bei 200°C UL knusprig goldgelb backen.

Einfaches, doch köstliches Armeleute-Gericht. Kommt auf die Bistrokarte.

Alte Traditionen. Neue Engel.

Das erste Weihnachtsfest mit Frau H. in Zweisamkeit. Zwei unterschiedlich gewachsene Traditionen galt es unter einen Hut zu bringen. Überlieferte und übernommene Traditionen, Gebräuche, Feste, in die wir alle zeitlebens eingebunden sind, unabhängig von Religion, werden mit neuem Leben erfüllt. Die jeweilige Koch- und Küchenkultur ist das zentrale, verknüpfende Element der regional verankerten Alltagskultur. Ihre Eigenheiten, ihre Sprache verbinden uns in besonderer Weise. Ihre Poesie lebt in uns. Nirgendwo in der weiten Welt setzen wir uns mit dem gleichen Wohlgefühl an den Esstisch wie zuhause. Nie wird die Bedeutung von Traditionen so deutlich wie an Weihnachten.

Tortellini di zucca mantovani. Was ich erstmals 2017 nach einem Rezept von Claudio nachgebastelt habe, hat sich bei uns einen Platz an der weihnächtlichen Wintersonne gesichert. Mangels Mostarda mantovana mit einer Eigenkreation aus meinem Quittengelee und Senfpulver als Aromageber zum Kürbis.

Am Weihnachtstag, wie jedes Jahr, Pastetchen (Vol-au-vent) mit Pilzen und Kalbfleisch. Karotten und TK-Erbsen. Rezept siehe hier oder hier. Doch gingen Kalbfleisch und Champignons versehentlich im Basler Kühlschrank vergessen. So mussten zwei Schwarzwurzelstangen mit Morcheln als Fleischersatz herhalten. Und das gelang ihnen nicht schlecht.

Überschussverwertung als Dessert ein herbes, kernenloses Brombeerparfait, mit Brombeersauce und Meringues.

Für die Tage zwischendurch immer wieder etwas Einfaches: hausgedörrte Dörrbohnen, Petersilienkartoffeln und Saucisson neuchâtelois.

Oder die geliebten Kardy, Cardons épineux genevois, das traditionelle Genfer Weihnachtsessen, hier verfeinert mit Périgordtrüffel und Fonduta anstelle von Béchamel.

Und für die drohende Hungerszeit im Januar wurden genügend Pfannkuchen aus Buchweizen/Weizenmehl vorproduziert. Zu füllen mit Luft, Pilzen, Gemüse oder Sérac (Ziger).

Meine Krippe steht nunmehr auf dem Kachelofen. Argwöhnisch von einer bunten Hundetruppe im Engelsgewand beobachtet.

Zum Jahresende

Ein bewegtes Jahr geht zu Ende. Der schwarze Todesvogel pochte zu Beginn an unsere Tür. Entriss mir die geliebte Frau. 

Die vielen Zuschriften haben mir in dieser umschatteten Zeit den Rücken gestärkt, mich auf Händen über Wasser gehalten. DANKE.

Doch die depressive Phase währte nicht lange. Steine wurden weggewälzt. Erste Schritte in ein neues Leben unternommen.

Im Frühjahr ergab sich die Begegnung mit der langjährigen Blogleserin Frau H., einer Garten- und Kräuterexpertin. 

Die Wildheuerin aus dem Jura mit geschärfter Sense, mit der sie sonst den Brennesseln das Fürchten beibringt, war mir grün und eroberte mein Herz und ich das ihre.

Nach den Brennesselschnitten erfreuten wir uns an manch guten Mahlzeiten, zuhause wie auswärts, hier an den Brennesselravioli bei Jérémy Desbraux im Maison Wenger in Le Noirmont.

oder hier an den Rehravioli mit Pistazien Granola und Spinat bei Tanja Grandits.

Honeymoon im Frühsommer in der Drõme mit meiner Nr.1

Erntezeit. Ausser Brombeeren und Pilzen ein mageres Jahr.

So zogen wir die Wanderschuhe an. Hier in La Combe im Jura. Ferner zwei kurze, doch wunderschöne Reisen, die eine nach Marseille, die andere ins Engadin. 

Der Garten färbte sich indessen braun.

Pilzsammeln in der Aioje.

Der Wintereinbruch machte dem Pilzsammeln ein frühes Ende.

Zuweilen die alte Liebe zum Musiktheater wieder aufleben lassen.

in der Pause stellt sich die Frage, was wir an Weihnachten kochen werden.  Fondue mit selbst gesammelten Totentrompeten? Oder Rohmilch-Raclette mit verschiedenen Bergkartoffeln?

Mit selbst hergestellten Beilagen (von links oben im Uhrzeigersinn): Cipolle Borrettane in Cassissaft und Himbeeressig. Sanguines (Reizker) au vinaigre, schwarze Nüsse, marinierte Zucchetti. Nicht im Bild die Bärlauchkapern aus Bärlauchfrüchtchen.

Damit verabschieden wir uns über die Feiertage bis Mitte Januar. Allen LeserInnen wünschen wir ein gutes neues Jahr.
Frau H. und Herr L.

Wirsing, Randen und Meerrettich auf Randen-Enzian-Fond

Der Enzian im gestrigen Beitrag zur Karottensauce war ein richtiger Wurf. Die Grundidee stammt von Jérémy Desbraux (Maison Wenger, Le Noirmont, 2 Michelinsterne). Seine Karottensauce mit Enzian deklinierte ich weiter zu Randenjus mit Portwein und Enzian. Anstelle von Lachs gabs bei mir im Ofen geschmorte Randen, dazu mit Gemüse gefüllte Wirsingbällchen (Danke Douce Steiner) und Halbkugeln von Meerrettich Panna Cotta.

Wirsingbällchen:
1 grosser Kopf Wirsing, davon nur die äussern, grossen Blätter
1 Schalotte, fein gewürfelt
1 kleine Karotte, in Brunoise geschnitten
1 kleine Petersilienwurzel, in Brunoise geschnitten
1 Scheibe Sellerie, in Brunoise geschnitten
ca. 12 piemontesische Haselnüsse, grob gehackt
1 EL Olivenöl
1 TL Verjus
1 EL Butter
Salz, Pfeffer, Muskat

(1) 6 grosse Wirsingblätter (+ 3 als Reserve und zum Flicken) vom Strunk lösen, in Salzwasser oder im Steamer ca. 3 Minuten blanchieren und in kaltem Wasser abschrecken. Die Blätter entlang der dicken Hauptader halbieren, die herausgeschnittenen Hauptadern fein hacken.
(2) Die Blatthälften zwischen Küchenpapier legen und einmal mit dem Wallholz darüberrollen. Das entfernt das Wasser und macht das Blatt geschmeidig.
(3) Schalotte mit den Gemüsen, den gehackten Nüssen und den Blattadern (bei Bedarf dazu noch 2-4 fein gehackte, rohe Wirsingblätter) in Olivenöl andünsten, würzen und mit Verjus abschmecken.
(4) Eine blanchierte Blatthälfte auf ein kleines, reissfestes Tuch legen, eine passende Menge Füllung mittig daraufgeben, das Blatt zusammenklappen (wie für runde Laubfrösche) und nun das Tuch beidseitig gegeneinander zusammendrehen, damit eine schöne, runde Kugel in Walnussgrösse entsteht. Fall das Blatt reisst, das Loch mit einem Stück Blattreserve bedecken und die Kugel nochmals eindrehen.
(5) Die Wirsingbällchen vor dem Servieren mit Butterflöckchen in der Mikrowelle erhitzen oder in heisser Butter schwenken.

Randen-Enzianfond:
2 dl Randensaft (L.: Biotta)
50 ml roter Portwein
50 ml Orangensaft
Salz, roter Kampotpfeffer
1-2 EL Enzianschnaps

(6) Die Zutaten auf etwa 1 dl einkochen, abschmecken mit Enzian.

Meerrettich-Pannacotta:
ca. 80 ml Vollrahm
ca. 30 g frischer, feinst geriebener Meerrettich
500 mg Agar-Agar
Salz, weisser Pfeffer

(7) Vollrahm und Meerrettich mischen, aufkochen, vom Feuer ziehen und 30 Minuten ziehen lassen. Agar-Agar, Salz und Pfeffer zugeben und nochmals aufkochen. 2 Minuten köcheln lassen und sofort durch ein Sieb passiern. In kleine Silikonsphären füllen, erkalten lassen und eine Stunde durchkühlen.

Ofengeschmorte Randen:
2 mittelgrosse Randen (rosa und rot)
Orangenabrieb einer Bio-Orange
Salz, Jamaikapfeffer (Piment)

(8) Randen mit Olivenöl und den Gewürzen einreiben, in Alufolie wickeln und auf einem Blech im Ofen bei 160°C je nach Gröss 90 bis 120 Minuten backen. Danach schälen und in Stücke schneiden.

Saumon, velouté aux carottes corsé à la gentiane

Gegessen im Restaurant Maison Wenger in Le Noirmont, 2 Michelinsterne. Dessen Chef, Jérémy Desbraux, servierte im Menu Lachs aus jurassischer Zucht zu einer Karotten-Orangen-Buttersauce, die mit Enzianschnaps aromatisiert war. Eine begeisternde Kombination. Meine Version ist (noch) einfacher gehalten, kommt ohne Pinzetten aus, schmeckt aber nicht weniger gut.

Zutaten und Zubereitung

für 2 Personen
150 g Lachsfilet (L.: sehr schwach geräuchert, Balik oder Salma, im Original Frischlachs)
2 fein geriebene Karotten, 2 h bei 90°C im Ofen getrocknet
2 dl Karottensaft (L.: Biotta)
70 ml Orangensaft von eher säuerlichen als süssen Früchten
40 g Butter
1-2 EL Enzianschnaps
Fleur de Sel
6 Urkarotten als Beilage
rosa Pfeffer, frisch gemahlen

(1) 2 kleine Karotten auf einer feinen Bircherreibe fein reiben, auf einem Backpapier während ca. 2 Stunden im Backofen bei 90°C trocknen. Mit rosa Pfeffer bestreuen und die Karottenraspel zwischen den Fingern zerbröseln.
(2) Lachs in 2 Streifen schneiden, in einer engen, vorgewärmten Schale in wenig Olivenöl mit Rosa Pfeffer bestreuen. Ca. 25 Minuten bei 65°C im Ofen (UL) erwärmen. Die Teller mitwärmen.
(3) Katrottensaft und Orangensaft auf ca. 70 ml einkochen, mit dem Enzian abschmecken und die Butter portionsweise untermixen. Abschmecken mit Salz und Enzian. warm stellen, aber nicht mehr kochen.
(4) Karotten in schmale Stücke schneiden und 1 Minute bei 120°C im Dampfgarer garen. Salzen.
(5) Saucenspiegel auf den Tellern verteilen. Lachsstreifen entnehmen und in den Karottenraspeln wenden. Lachs und Karotten auf den Teller platzieren.

Im Original (letztes Bild) waren die Lachsfiletstücke mit feinster zweifarbiger Karottenbrunoise belegt, dazu gabs mit Pinzetten kunstvoll arrangierte Karottenstücke. Da meine Pinzette aus dem Pediküreset für Kochzwecke tabu ist, behalf ich mir mit einer Panierung mit Karottenraspeln und einem bäurischen Holzstossarrangement. Auch so ein wunderbares Zwischengericht. Kommt auf meine Bistrokarte, weils so einfach und gut ist.
Jérémy Desbraux hat inzwischen auch eine vegetarische Version im Repertoire: mit gedämpftem Chicorée, anstelle von Lachs.

Die letzten Pilze. Ein Rückblick.

Nach einem eher trockenen September drängten die Pilze im Oktober ans Licht. Erst fanden wir reichlich Wiesenchampignons, die wir zu Ragout und Pilzcrème-Suppe verkochten.

Ende Oktober fanden wir in den umgebenden Wäldern nahezu nur noch Reizker: Edelreizker (Lactarius deliciosus) und Fichten-Reizker (Lactarius deterrimus), Mykorrhizapartner unter Nadelbäumen (Fichten) oder Lachs-Reizker (Lactarius salmonicolor) unter Weisstannen.

Während ich die ersten, gesammelten Exemplare zu Pilzagout verkochte, (hier die Rezeptzutaten in Kurzform: Butter, Zwiebel, Knoblauch, Sherry, Reizker, Tomate, Gemüsejus, Petersilie), präparierte Frau H. ihre Rösti aus rohen Kartoffeln neben Mangoldgemüse. Nicht schlecht.

Vom nächsten Fund gabs dasselbe Pilzragout (mit einer Scheibe Randen gekocht), diesmal mit schwarzem Reis und Wirsinggemüse.

Anfang November nochmals Reizker zum Abwinken.

Wieder Pilzragout? Nicht schon wieder. Also versuchte ich es mit einem einfachen Rezept zur Haltbarmachung.

Reizker in Essig. Sanguins au Vinaigre.

Zutaten und Zubereitung

3 Gläser mit Schraubverschluss, 300 ml
500-600 g Reizker geputzt
4 dl Rotweinessig
4 dl Wasser
1 EL Salz
3 Lorbeerblätter
einige Pfefferkörner
1 Peperoncino, entkernt, fein gehackt

(1) Pilze mit Bürste und Messer gut putzen und halbieren oder vierteln.
(2) Pilze im Dampfgarer (105°C) 4 Minuten dampfgaren. Abtropfwasser sammeln.
(3) Pilze mit sterilem Löffel auf die zuvor sterilisierten Gläser verteilen.
(4) Essig mit Wasser (inkl. Abtropfwasser) und Gewürzen aufkochen und die Pilze mit der kochend heissen Flüssigkeit überdecken.
(5) Gläser sofort verschliessen und 4 Minuten bei 105°C im Dampfgarer erhitzen.

Anfang Jahr war ich noch völliger Pilzlaie. Nun sind es, Frau H. sei Dank, schon 5 Sorten, an die ich mich ohne Pilzkontrolle getraue. Ein gutes Pilzjahr. So ganz nebenbei: Die Hunde wollen ja auch täglich nach draussen. Und uns tut die frische Luft auch gut.

Zum Abschluss nahmen wir an einem kalten Novembermorgen an der letzten Pilzwanderung der Societé Mycologique d’Ajoie teil. Pro Person und Fund wurden maximal 2 Exemplare gepflückt, am Ziel nach Gattungen ausgelegt und von den Pilzkontrolleuren der Ajoie bestimmt und ihre Eigenschaften erklärt. Unglaublich, was da noch alles zusammenkam. Bei einem Gateau du cloître und Wein wurde das Pilzjahr abgehakt.

Auch wenn sich die letzten Exemplare noch tapfer gegen die Schneelast stemmen: Schluss mit Pilzen.